Florian L. Arnold: Glaszeichnungen

„Arnold zeichnet auf Glas“

von Annegret Horgrebe M. A.

„Im Zeitalter von Photoshop und Mediendesign ist der Zeichner himmelweit von der Realität entfernt, könnte man sagen. Die von Hand gezeichnete Linie hat heute wenig Fürsprecher und ist doch gerade durch ihr Ersetztwerden durch Vektor- und Computerzeichnung faszinierend wie lange nicht mehr. Und dann haben wir da diesen Herrn Arnold, der auch noch auf Glas zeichnet. Wenn Sie mich fragen: Ein völliger Anachronismus. Aber wir bräuchten heutzutage mehr solche Anachronismen, es würde der Kunst gut tun. (…)Das Zauberwort heißt „Entschleunigung“: Denken Sie an die Konzentration, mit der diese Arbeiten entstanden sind, mit Links macht man das nicht. Und die verschlungenen Linienorganismen, die hauchfeinen Liniengeflechte dieses Florian L. Arnold wollen nicht mit schnellem Auge zu erfassen sein. Darauf kommt es hier an: Erst durch den verlangsamten Blick eröffnet sich das Dickicht der Zeichnung als Fundgrube für Ideen, in denen Arnold absurdkomisches und scharfsinniges als „Verlängerung des Gedankens“ spinnt, wie es Joseph Beuys so eigen ausdrückte. (…)“

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